Motor
Alles über die Maschine
Flautenschieber, Teil I
Motor starten. Tönt die Tröte für Öldruck und/oder Regler? Achtung: Unten sollte jemand das auf die Starterbatterie geschaltete Voltmeter beobachten - das sollte beim Starten nicht merklich (so unter zehn Volt) absinken, sonst sind die Batterien platt. Die Spannung muss danach sofort wieder auf zwölf Volt oder mehr steigen.
Kühlwasser-Ausfluß okay? Farbe des Auspuffqualms? Gang einlegen - vorwärts / rückwärts. Nach dem Radeffekt fragen und vor dem Auslaufen im Hafen testen. Genau die Motorbedienung erklären lassen.
Maximale Umdrehungszahl? Aufschreiben!
Tankinhalt und Treibstoffverbrauch pro Stunde bei Marschfahrt. Aufschreiben!
Flautenschieber, Teil II
Motor in Augenschein nehmen. Öl in der Bilge? Alles genau erklären lassen: Seeventile für die Kühlung, Filter für Kühlwasser (Filter-Deckel muß immer schön fest sitzen, sonst zieht das System nur Luft, aber kein Wasser: Wenn kein Kühlwasser hinten rauskommt, also zuerst am Filter nachschauen!), Kraftstoffilter und Wasserabscheider, der Impeller (Ersatz muß an Bord sein).
Ist Handstart möglich? Wenn ja: Wo ist die Kurbel? Wo sind die Dekompressionshebel?
(Tipp: Wenn er nicht starten will, weil die Batterie leer ist oder der Starter marode ist: Sofern vorhanden, den Dekompressionshebel umlegen, den Motor auf Touren kommen lassen und schnell den Hebel umlegen.)
Falls nach Leerfahren des Tanks (beim Diesel) mal entlüftet werden muß: Wo ist der Handhebel für die Kraftstoffpumpe, wo sind die Entlüftungsschrauben? (Die wichtigste Entlüftungsschraube sitzt am Feinfilter. Hier wird zuerst entlüftet. Dann an der Pumpe. Und sonst noch?)
Keilriemenspannung prüfen: maximal eine Daumenbreite. Ersatz muss an Bord sein.
Pürfen: Ölstand, Getriebeölstand, Stopfbuchse (muss die Stopfbuchse vom Charterer regelmäßig geschmiert werden?).
Dieselgast lernt Maschinentelegraphie
Wo enden die Bowdenzüge für Gas, Getriebe und Stopzug? Hier muss der Dieselgast im Notfall anpacken, um per Anweisung von oben die Maschine von Hand zu steuern. Bowdenzüge brechen (oft am Hebel) übrigens nicht gerade selten und immer im Hafen.

